Berufsabschluss Staatlich anerkannte*r Erzieher*in
Alles auf einen Blick
Die Externenprüfung wird an einem Berufskolleg entsprechend des Wohnsitzes durchgeführt. Nach Bestehen der Prüfung folgt das in der Regel zwölfmonatige Anerkennungsjahr in Vollzeit in einer sozialpädagogischen Einrichtung. Das Berufspraktikum ist kein Bestandteil des Vorbereitungskurses. Die staatliche Anerkennung wird nach dem erfolgreichen Abschluss eines Kolloquiums verliehen.
Häufige Fragen
Was macht ein*e Erzieher*in?
Der Beruf „Erzieher*in“ zählt zu den zentralen pädagogischen Tätigkeiten im Bildungs- und Sozialwesen. Sie übernehmen verantwortungsvolle Aufgaben in der Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Kindertageseinrichtungen, Schulen oder Einrichtungen der Jugendhilfe.
Erzieher*innen beobachten Verhalten, Befinden sowie Entwicklungsstand der Kinder und Jugendlichen, erstellen Erziehungspläne und wenden altersgerechte pädagogische Methoden an, z.B. für das Erlernen bestimmter Fähigkeiten oder Verhaltensweisen. Sie reflektieren ihre erzieherische Arbeit im Team mit den Kolleg*innen und arbeiten, je nach Einrichtung, mit Fachleuten aus Medizin, Psychologie und Therapie zusammen. Zu Eltern bzw. Erziehungsberechtigten halten sie engen Kontakt und stehen ihnen informierend und beratend zur Seite.
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Voraussetzungen für die Weiterbildung
- Sprachniveau C2/Deutsch-Muttersprachler*in
- Entweder mittlerer Schulabschluss und mindestens zweijährige Berufsausbildung oder Fachhochschulzugangsberechtigung
- Beglaubigte Zeugniskopien, ggf. Nachweis beruflicher Abschlüsse
- Erweitertes polizeiliches Führungszeugnis für die Prüfungsanmeldung
- Nachweis über einen ausreichenden Masernimpfschutz
- Ständiger Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen
- Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
- Ausgeprägte Team- und Kommunikationsfähigkeit
- Belastbarkeit
- Durchsetzungs- und Organisationsvermögen sowie Verantwortungsbewusstsein
So läuft deine Weiterbildung ab
Theorie und Praxis sinnvoll kombiniert
Unsere Dozent*innen vermitteln dir die Inhalte Schritt für Schritt – verständlich und anwendungsbezogen. Du arbeitest in kleinen Gruppen und hast Raum für individuelles Lernen. Ein wesentlicher Teil der Weiterbildung findet direkt in einer Kindertageseinrichtung, Schule oder Einrichtung der Jugendhilfe statt. Dort setzt du dein Wissen ein – und sammelst Erfahrungen, die dich im Job weiterbringen.
Zertifikate, die dich weiterbringen
Neben der staatlichen Anerkennung wird nach Abschluss auch der „Bachelor Professional in Sozialwesen“ verliehen. Dies verdeutlicht seit 2021 die Gleichwertigkeit der höheren beruflichen Abschlüsse mit einem Studienabschluss. Er berechtigt zwar nicht direkt zum Einstieg in ein Masterstudium, allerdings können Anteile der Ausbildung für pädagogische Studiengänge anrechenbar sein.
Das lernst du bei uns
- Berufliche Identität entwickeln und professionelle Perspektiven klären
- Pädagogische Beziehungen aktiv gestalten, Arbeit mit Gruppen pädagogisch vorbereiten
- Lebenswelten und Diversität wahrnehmen, Inklusion fördern
- Sozialpädagogische Bildungsarbeit in verschiedenen Bildungsbereichen durchführen (z. B. Sprache, Kreativität, Bewegung, Natur)
- Erziehungs- und Bildungspartnerschaften mit Eltern und Bezugspersonen gestalten, Übergänge begleiten
- Institution und Team entwickeln sowie in Netzwerken kooperieren
- Sozialpädagogische Praxis in unterschiedlichen Arbeitsfeldern (Kita, Jugendhilfe, Familienarbeit)
- Projektarbeit und Praxisreflexion
- Prüfungsvorbereitung
Deine Perspektiven nach der Umschulung
Ein Abschluss als staatlich anerkannte*r Erzieher*in eröffnet hervorragende Berufsaussichten durch den großen Fachkräftemangel in sozialen Einrichtungen. Er ermöglicht vielfältige Tätigkeiten sowie zahlreiche Aufstiegs- und Spezialisierungsmöglichkeiten.
Neustart mit Sinn - Zukunft gestalten
Berufliche Perspektiven und Arbeitsfelder findest du in Einrichtungen wie beispielsweise Kindergärten, Kitas, Horten, Schulen, Kinderheimen, Jugendeinrichtungen, Beratungsstellen, Ganztagsschulen oder in der ambulanten/stationären Jugendhilfe.
Nimm deine Weiterentwicklung in die Hand!
Die Aufstiegs- und Spezialisierungsmöglichkeiten sind vielfältig: sie reichen von Weiterbildungen in der Heil-, Natur- oder Traumapädagogik oder eine Zertifizierung als Kinder- und Jugendcoach über einen Abschluss als Fachwirt*in für Erziehungswesen bis hin zu Fortbildungen zu Themen wie Organisation und Führung. Weiterhin kannst du dir mit einem anschließenden Studium der Sozialarbeit, Erziehungswissenschaft, Bildungswissenschaft oder Sozialpädagogik einen Zugang zu leitenden Funktionen erschließend, auch im öffentlichen / gehobenen Dienst.
Starte durch – in einer Branche mit Wert und Perspektive!
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